Sonntag, 15. August 2010

Cirujano

20.8.2010


Geburtstagsfruehstueck

Und schon wieder ist eine Woche rum.
Zu meinem Geburtstag gestern gab s morgens ein leckeres Stueck Schokoladentorte zum Fruehstueck. Dann hab ich ein bisschen gearbeitet. Wenn man ehrlich ist hab ich mich aber eigentlich mehr dumm mit den Medizinstudenten des Krankenhauses unterhalten. Sie werden als Pflegekraefte eingesetzt. Dann bin ich ziemlich bald heim. Abends waren wir mit ein paar anderen Backpackern nett am Maldecon (die hiesige Flusspromenade) essen.
Seit gestern ist eine ganz junge Katze (Nanai) bei uns eingezogen. Sie jammert ziemlich viel und sucht glaub ich staendig ihre Mutter.
Heute war mein letzter Tag bei den Chirurgen. Gegen halb 9 wollten sie anfangen zu operieren. Da aber der Zwerg, wie sie den einzigen Anaesthesisten nennen, nicht kam, sassen alle rum und man hat ein bisschen geschwaetzt. Irgendwann 2 Stunden spaeter ist dann auch der Anaesthesist aufgeschlagen und wir konnten los operieren. Heute war der grosse Gallenblasentag. Ich konnte ganz gut mitmachen, was ganz gut war.

LG Gunnar



Promenade in Iquitos



fussballspielende Kinder in Iquitos



Hafen von Nauta



Flussdelphin



Sam (ein Englaender), Claudia und ich am Hafen von Nauta



los cirujanos


Gestern waren wir (Sam ein Englaender aus unserem Hostel, Claudia und ich) in Nauta ca 100 km von Iquitos. Dorthin gibt es eine Strasse (die einzige hier, die dann aber in Nauta endet.) Bei Nauta wird der Rio Maron und der Rio Ucayali zum Amazonas. Wir haben uns dort ein kleines Peke-Peke gemietet und sind auf die Suche nach Flussdelphinen gegangen. Erfolgreich wie man sieht... Dann haben wir einen kleinen Spaziergang durch den Busch gemacht, den wir aber recht bald beenden mussten, weil Sams Flip-Flops nicht dschungeltauglich waren.
Heutemorgen hab ich dann in der Chirugie angefangen. Es beginnt dort mit einer kurzen Visite gegen 8 Uhr. Die Chirurgen sind ein eigenes Voelklein an Aerzten. Meist (sehr) uebergewichtig und eher einfach gestrickter. Aber sehr nett. Nach der Visite bin ich dann ziemlich direkt in den OP mitgenommen worden. Als erstes hat mich der Chefchirug genoetigt Bilder von seiner Operation zu machen. Bei der zweiten OP durfte ich dann schon ein bisschen assistieren.

Viele liebe Gruesse
Gunnar

Mittwoch, 11. August 2010

Emergencia

Inzwischen sind die ersten zwei Tage im Krankenhaus vorbei. Ich bin zwischen 7 Uhr Morgens und Mittags in der Notaufnahme. Dort gibt es zwei Aerzte, mehrere Krankenschwestern und bis zu 15 Patienten, die gleichzeitig betreut werden koennen. Die Ausstattung ist aus den 70er Jahren. Die Diagnosen und Therapien werden mit einfachen Mitteln durchgefuehrt. Leider ist mein Spanisch (noch) zu schlecht um alles zu verstehen und eine echte Hilfe zu sein. Dafuer sind die Befunde von den Patienten meist recht beeindruckend.
Ab Morgen ziehe ich mit Claudia zusammen in eine andere Hospedaje, wo ich dann fuer den restlichen Monat bleiben werde.
Viele liebe Gruesse
Gunnar

14.8.10
Das erste Wochenende ist angebrochen. Gerade eben hat es so stark geregnet, dass es schwer war ein funktionierendes Internetcafe zu finden. Die Zeit in der Notaufnahme war ganz gut. Die meisten Patienten sind arm aber das peruanische Gesundheitssystem sichert ihnen eine gewisse Grundversorgung. Anders als in Deutschland hat der Arzt noch mehr die Stellung als Halbgott, der unfehlbar ist... Das direkte Patientengespraech beschraenkt sich auf die wichtigsten Fragen und Untersuchungen. Die Angehoerigen des Patienten werden viel staerker mit eingebunden. Ihnen wird die Diagnose mitgeteilt und sie muessen die Medikamente beschaffen bevor eine Therapie beginnt. Heisst auch wenn der Patient gerade einen Krampfanfall hat, der sofort behandelt werden sollte, wird erstmal gewartet bis die Angehoerigen, dass noetige Diazepam aus der Apotheke besorgt haben. Zur Verteidigung muss man sagen, dass die meisten Medikamente gar nicht vorraetig sind. Was ganz gut an der Notaufnahme ist, dass es immer viele Konsile gibt. So habe ich eigentlich alle Aerzte, der verscheidenen Fachrichtungen (vom Cardiologo bis zum Ostreticia war eigentlich alles dabei. Nur der Otorhinolaryngologo hat gefehlt, der hatte Urlaub und dann gibt s halt keinen Halsnasenohrenarzt...) kennengelernt. Neben dem ausfuellen unzaehliger Formulare ist eine weitere wichtige Aufgabe des Arztes in der Notaufnahme, dass Annehmen von Werbegeschenken von Pharmavertretern. An einem Tag waren es 6 Vertreter und der aufnehmende Doctor hatte am Ende des Tage eine grosse Plastiktuete voll mit Probepackungen. Er wusste selber nicht so recht was er damit sollte... Bei kleineren chirurgischen Verletzungen konnte ich immer ein bisschen assestieren, was ganz gut war. Claudia hat aus Leder und Schaumstoff einen Simulator zum Naehen von Wunden gebastelt. An dem ich jetzt gleich ein bisschen ueben werde, denn ab Montag geht es in die Chirugie und da werde ich wohl diese Faehigkeiten anwenden koennen.
Ich habe mich doch gegen eine peruanische SIM-Karte fuers Handy entschieden. Ich bin aber theoretisch ueber meine deutsche Handynummer zu erreichen. Die Adresse von meinem Hostel ist Flying Dog Hostel Iquitos; Malecon Tarapaca 592; Iquitos
Das war s erstmal.
Alles liebe
Gunnar

Montag, 9. August 2010

Krankenhaus Cesar Garayar Garcia

Nachdem ich heutemorgen ersteinmal im falschen Krankenhaus landete, bin ich dann doch nach einigen Diskussionen mit den Mototaxifahrern in meinem Krankenhaus angekommen. Die Formalien, die ich schon per Email im Vorfeld ausgefuellt hatte, musste ich dann nochmal ausfuellen. Ich haette also auch ohne gross Bescheid zu sagen da aufschlagen koennen. Immerhin kannten sie schon mal meinen Namen... Dann bin ich zum stellvertredendem Chef vorgelassen worden, der mir ersteinmal die genauen Statistiken des Krankenhauses aus dem Jahr 2009 vorstellte... Ab Morgenfrueh bin ich dann in der Notaufnahme und werde wahrscheinlich wochenweise die Stationen des Krankenhauses durchrotieren. Ansonsten ist alles tutti.
Liebe Gruesse Gunnar

Sonntag, 8. August 2010

Angekommen



So nach ich weiss nicht wievielen Stunden bin ich endlich in Iquitos ankommen. Der Flug war lang aber eigentlich ganz angenehm. Bis auf, dass im Flughafen von Lima irgendein betrunkener Typ mein Gepaeck von Rollband gezogen hat (Ich es mir aber nach einer kurzen Diskussion zurueckerobert hab), verlief alles problemlos. Ich werde morgen sehen, dass ich im Krankenhaus "Cesar Garayar Garcia" aufschlage und dann mit meiner Famulatur beginne.
Viele liebe Gruesse
Gunnar

Dienstag, 13. Juli 2010

Reiseroute

Am 7.8. geht es direkt von Hamburg los nach Iquitos. Dort werde ich dann, wenn alles gut klappt, im Cesar Garayar Garcia Hospital eine Famulatur machen. Dann ist der Plan mit einem Amazonasboot in einer Hängematte nach Manaus zu schippern und auf dem Weg ein paar Oso Perezosos aufspüren. Dann geht es per Bus (und nicht per vergammelten Toast @Manuel) nach Venezuela. Vielleicht n Tafelberg besteigen, weiter Richtung Karibik fahren und alte Bekannte aufsuchen. Letzte Station ist dann Caracas von wo es dann am 24.9. wieder nach Frankfurt geht.

Samstag, 11. Oktober 2008

Santiago

Durch die Zeitumstellung Heutemorgen haette ich fast meinen Flug verpasst. Der treue Hostelbesitzer hat mich aber noch rechtzeitig geweckt. Ich wusste erst garnicht was los war, weil meine Uhr mich noch in Time sah... Und so bin ich doch noch in Santiago gelandet
Die Reise neigt sich dem Ende. Gute 10.000km bin ich durch Suedamerika getuckert. Morgen Abend geht der Flug in die Heimat. Die Uni ruft...
Vielleicht finde ich heute Inga und ihren Cousin.
Viele Gruesse und bis bald
Gunnar

Arica

Inzwischen bin ich Arica angelangt. Die Stadt liegt am Meer. Viel zu tun gibt es hier nicht ich bin auch ein bisschen mued von Sachen anschauen. Werd mir gleich mal was leckeres zu Essen genehmigen und Morgenfrueh dann nach Santiago fliegen.